Weleda AG
Möhlerstraße 3, 73525 Schwäbisch Gmünd.Tel.: 07171 / 919 414, E-Mail: dialog@weleda.de
Bei den bekannten Chemiefabriken hat es mich ehrlich gesagt nicht weiter erstaunt, dass bedenkenlos Nanopartikel zum Einsatz kommen. Bei einem Unternehmen, das sich der Naturkosmetik mit ganzheitlichem Ansatz und anthroposophischem Unterbau widmet, war ich schockiert. Besonders perfide fand ich die Äußerung, dass die Verbraucher den Hersteller durch angeblich mangelnde Akzeptanz des "Weißeffekts" zur Verwendung von Nanopartikeln geradezu gezwungen habe:
Antwortschreiben der Weleda AG:
"Sehr geehrte Frau Stadtmüller,
danke für Ihre E-Mail!
Im Jahr 2001 hat das wissenschaftliche Komitee der Europäischen Kommission, das Scientific Committee for Cosmetic Products (SCCNFP), mineralische Lichtschutzfilter als UV-Filter bis zu einer Konzentration von 25 Prozent im Produkt erstmals zugelassen. Vorausgegangen waren zahlreiche Studien zur Unbedenklichkeit der Substanzen. So wurde die orale und dermale Toxizität, Haut- und Schleimhautreizung, Phototoxizität, Genotoxizität, Kanzerogenität sowie die perkutane Absorption getestet. Das Ergebnis: Titandioxid ist unbedenklich für den Schutz der Haut vor UV-Strahlung einsetzbar.
Weleda hat sich bei der Neuentwicklung der Edelweiß-Sonnenprodukte für die als unbedenklich eingestuften Mikropigmente entschieden. Diese werden vom BDIH für Naturkosmetik akzeptiert und haben gegenüber den synthetischen UV-Filtern zahlreiche Vorteile: Sie sind optimal hautverträglich, haben ein gutes Haftvermögen auf der Haut, zeigen kaum allergenes oder hautreizendes Potenzial, wirken sofort nach dem Auftragen und sind auch als Sonnenschutz für Kinder sehr gut geeignet. So empfiehlt z. B. die Zeitschrift ÖKO-TEST Sonnenschutz mit mineralischen Filtern und bewertete die Edelweiß-Sonnencreme in Tests mit gut bzw. sehr gut.
Damit Sonnenschutzcremes und -lotionen vom Verbraucher akzeptiert werden, ist es notwendig die Mikropigmente als möglichst kleine Partikel, d. h. Nanopartikel, einzusetzen, um den so genannten "Weißeleffekt" zu minimieren. Zur Stabilisierung werden die Mikropigmente zudem mit Stearinsäure ummantelt. Dadurch ist ein optimaler Schutz gewährleistet.
Zum Vergleich: Ein Haar eines Erwachsenen ist im Durchschnitt ca. 80 µm (= 0,08 mm) dick. Nanopartikel können zwischen 100 nm und 0,2 nm groß sein (0,1 µm = 0,0001 mm bis 0,0002 µm = 0,0000002 mm). Der Größenunterschied ist also mind. 1:800 bis 1:400000.
Nanopartikel gibt es viele unterschiedliche, wobei bei Nanopartikeln z.B. im Lebensmittelbereich noch keine Klarheit bzgl. der Sicherheit besteht.
Als sicher werden vom BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) die als Sonnenschutz verwendeten Nanopartikel aus Titandioxid und Zinkoxid angesehen, die wir auch in unseren Sonnenschutzmitteln verwenden. Da wir stets aktiv an der Weiterentwicklung unserer Produkte arbeiten, verfolgen wir die aktuelle Forschung und beziehen neue Erkenntnisse auch in die Entwicklung von Sonnenschutzprodukten mit ein.
Per E-Mail oder Telefon: Wir vom Weleda Dialog Team helfen Ihnen gerne weiter - immer werktags von 9.00 bis 16.00 Uhr.
Mit freundlichen Grüßen
Isabelle Stehle
Weleda Dialog
Möhlerstraße 3
D-73525 Schwäbisch Gmünd
Telefon 07171 919 414
Internet www.weleda.de "